Stephan Gensch | Vragments

Jun 16, 08:30 AM

Heute zu Gast bei mir im Studio ist Stephan Gensch. Stephan Gensch ist der Head of Product Development bei Vragments, das heißt, er beschäftigt sich vorwiegend mit der Produktentwicklung und Programmierung. Er ist Diplom-Informatiker mit einem Abschluß der Universität Potsdam. Seit 2015 hat Stephan seinen beruflichen Fokus auf immersive Medien gelegt und sich neben der Technologie viel mit Nutzbarkeit, Zugänglichkeit, Interaktionsdesign und auch ethischen Fragestellungen beschäftigt. In aktuellen Projekten widmet sich Stephan der sinnvollen Anwendung immersiver Medien in Bereichen von Journalismus, Bildung bis hin zu industriellen Anwendungen.

Heute zu Gast bei mir im Studio ist Stephan Gensch und es ist insofern eine ungewöhnliche Episode, als das Stephan und ich mit drei weiteren Gründern das Startup Vragments gegründet haben. Auf der einen Seite fehlt mir vllt. die notwendige Distanz, um wirklich kritisch nachzufragen. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Insider Wissen und kann etwas mehr im Detail auf Punkte eingehen.

Stephan Gensch ist der Head of Product Development bei Vragments, das heißt, er beschäftigt sich vorwiegend mit der Produktentwicklung und Programmierung. Er ist Diplom-Informatiker mit einem Abschluß der Universität Potsdam. Seit 2015 hat Stephan seinen beruflichen Fokus auf immersive Medien gelegt und sich neben der Technologie viel mit Nutzbarkeit, Zugänglichkeit, Interaktionsdesign und auch ethischen Fragestellungen beschäftigt. In aktuellen Projekten widmet sich Stephan der sinnvollen Anwendung immersiver Medien in Bereichen von Journalismus, Bildung bis hin zu industriellen Anwendungen.

Es gibt zwei Produkte, an denen er aktuell arbeitet. Zum einen Fader, eine 360º-Plattform, mit der man schnell und einfach interaktive 360º-Geschichte webbasiert bauen kann. Die Webseite ist getfader.com. Da kann man sich kostenfrei registrieren und sich ausprobieren. Zum anderen baut er im Rahmen eines EU-Projekts namens DWC eine AR-App, um Grundwassermodelle in Berlin visualisiert werden. (https://www.digital-water.city/ und @digitalwater_eu).

Stephan kenne ich seit etwas über sechs Jahren, damals haben wir unsere ersten Projekte rund um VR gestartet und eigentlich müssten wir uns seit über 20 Jahren kennen, weil wir tatsächlich in die selbe Schule gegangen sind - Helmholtz-Gymnasium Potsdam und wir haben auch viele gemeinsame Freunde, aber irgendwie sind wir uns nie über den Weg gelaufen.

Falls ihr ihm folgen wollt, sein Twitterhandle ist @HelrenPDM und instagram _genscha_


Key Takeaways vom Interview mit Stephan:
  • Das Netzwerken zeigt sich an vielen Stellen als unabdingbar. Selbst vor einer Startup-Gründung kann das Networking auf z.B. Konferenzen vorteilhaft sein - für Inspiration oder auch für die Teambildung selbst. 
  • Für das Zusammenstellen von Teams ist es wichtig, diverse Leute und Skills zu haben.  
    • Teams mit Generalisten und Experten 
      • Designer 
      • Entwickler 
      • Business 
    • Manche Projekte verlangen aber auch weitere Leute, so dass jeder im Gründungsteam weitere Skills erlernen sollte (z.B. Akquise, Sales, Marketing) 
  • Neue Skills verlangen immer wieder Motivation und Priorisierung 
  • Ein paar Behind-the-scenes-Informationen unserer Projekte  
    • Explainar 
  • Der Unterschied zwischen Maker’s und Managers Schedule wird erklärt (http://www.paulgraham.com/makersschedule.html
  • Stephans Liebeserklärung an Excel 
    • man kann Zahlen Bedeutung geben und Dinge entdecken 
  • Stephan studiert nebenbei Archäologie 
    • interessant, weil Geschichten aus der Vergangenheit - rausnehmen aus dem Startup-Alltag und zuhören 
    • es ist spannend, weil es Kunsthistorik, vergleichendes Sehen und Architektur vereinte - passte zum Thema VR und Methoden/Technologien 
    • Dadurch neue Skills erworben - z.B. Setdesign - hilfreich für VR-Projekte 
  • Wichtig beim Gründerteam - nicht nur Skills, sondern auch passende Charaktereigenschaften 
    • Hoher Grad an Kommunikationsmöglichkeiten 
    • Diverse Skills 
    • Commitment 
  • Product Life Cycle 
    • Wir diskutieren die Diskrepanz zwischen Vision und Produktrealität. 
    • Am Anfang steht ein Problem, das gelöst werden soll. 
    • Zum Produkt gehört neben der Entwicklung auch Akquise, Sales, Marketing - zu diesem Prozess gehören Highs and Lows 
  • Beim Gründen ist die Business-Seite nicht zu vernachlässigen 
  • Stephan definiert Erfolg auf verschiedenen Ebenen 
    • Impact und Gestaltungsfreiheit 
    • Gern ins Büro kommen 
  • Das Verhältnis zwischen europäischen Medienhäusern und Soziale Medien sollte überdacht werden 
  • Gründen bedeutet Verantwortung übernehmen 
  • Co-Working Spaces und Remote arbeiten hat Vor- und Nachteile 

In der Rubrik #rathschlag gibt Stephan einen essentiellen Tipp für jeden Entrepreneur. 
In der Rubrik #fragdierath darf ich ihm einen Tipp geben. 

Stephans Buchempfehlungen:

Weiterführende Links:

Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir einfach via Twitter. Mein Handle ist @Lynda420. Ich bin Linda Rath und wir hören uns in der nächsten Folge wieder. 

Dieser Podcast wird unterstützt vom Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ). Das MIZ fördert innovative Projekte mit Rundfunkbezug und organisiert Veranstaltungen und Vernetzungsangebote für kreative Medienschaffende. Ich war an zwei vom MIZ geförderten Projekten beteiligt und kann deren Angebote nur weiterempfehlen. Wer mehr erfahren möchte, geht zu https://www.miz-babelsberg.de/. Reicht dort eure Idee ein und erhaltet Innovationsförderung für euer Startup. 

Der Podcast wird auch vom Media Tech Hub Potsdam unterstützt. Der MediaTech Hub Potsdam bündelt die lokale Expertise von Spezialisten und Visionären und umfasst ein Lab, einen Accelerator und eine jährliche Konferenz. Wir haben mit unserem Startup Vragments Büroräume im Lab in der Medienstadt Babelsberg gemietet und ich kann auch hier ihre Angebote weiterempfehlen. Weitere Informationen findet ihr unter https://www.mth-potsdam.de/